eventgrafik-2016

Andre, Mark (Komposition)

Geboren 1964 in Paris/Frankreich. Hat nach seinem Studium in Frankreich, das er unter anderem am Pariser Conservatoire national supérieur de musique bei Claude Ballif und Gérard Grisey absolvierte, in Deutschland eine neue musikalische Heimat gefunden. Seine Begegnung mit der Musik von Helmut Lachenmann, dessen Partitur für das Klavierkonzert Ausklang ihm eher zufällig in die Hände geraten war, beschreibt er als Offenbarung. In der Folge absolvierte er von 1993 bis 1996 ein weiterführendes Kompositionsstudium bei Lachenmann an der Hochschule für Musik Stuttgart sowie ein Studium der Musikelektronik bei Andre Richard im Experimentalstudio des SWR, und er verlagerte seinen Lebensschwerpunkt nach Deutschland. Hier wurde er schon bald mit Stipendien und Preisen wie dem Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (1996), dem 1. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbs Stuttgart (1997) und dem Kompositionspreis der Oper Frankfurt (2001) ausgezeichnet, und 1998 war er erstmals auch als Dozent zu den Darmstädter Ferienkursen eingeladen. 2002 erhielt er den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung.

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Mark Andre 2006 in Darmstadt, Foto: Günther Jockel

Mark Andre @ Edition Peters

Mark Andre auf soundcloud

Aperghis, Georges (Komposition)

Geboren 1945 in Athen/Griechenland als Sohn eines Bildhauers und einer Malerin. Zugang zur Musik bekam er über das Radio und durch private Klavierstunden. 1963 ließ er sich zunächst als freischaffender Künstler in Paris nieder, wo er seitdem lebt. Im selben Jahr begann er als Autodidakt seine ersten, damals noch durch serielle Techniken sowie durch Iannis Xenakis geprägten Kompositionen. Die Malerei gab er bald darauf auf. Nachdem Aperghis die Welt des Theaters und die Arbeiten von John Cage und Mauricio Kagel entdeckt hatte, erneuerte er ab Mitte der 1960er-Jahre seine musikalischen Ausdrucksformen. Visuelle Aspekte und theatralische Elemente spielen in allen seinen Werken eine große Rolle.

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Ciciliani, Marko (Komposition)

1970 in Kroatien geboren. Cicilianis Arbeitsschwerpunkte vereinen performative elektronische Musik – oft in Kombination mit akustischen Instrumenten, und audiovisuelle Erweiterungen mit Mitteln wie Laser, Lichtdesign oder Live-Video.

 

Charakteristisch für Cicilianis Kompositionen ist die Auffassung von Klang als nicht nur abstraktes, sondern kulturell geprägtes Material, dessen kommunikatives Potential es auszuloten gilt. In seinen Werken kommt eine konzeptionell ausgerichtete Arbeitsweise zum Ausdruck, in der Aspekte der klassischen Komposition ebenso zum Tragen kommen wie solche der Computermusik und der Medienkunst.

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Czernowin, Chaya (Komposition)

Born 1957 in Haifa, is a composer of operas orchestral and chamber works which have been played worldwide. She was composer in residence in Salzburg festival, and Lucerne Festival. She is Walter Bigelow Rosen Professor of Music at Harvard University and was a Professor for Composition at the University for Music and Performing Arts Vienna Austria and the university of  California San Diego.

Czernowin works imaginatively and analytically with metaphors as a means of reaching a sound world which is unfamiliar and is never taken for granted attempting to give a voice to what is internally hidden from one’s view. Main pieces: the opera Pnima, the orchestral piece Maim (50’), and HIDDEN (45') for quartet and electronics.

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Chaya Czernowin, Photo: Zvia Fridman
Website Chaya Czernowin

Feiler, Dror (Komposition)

Geboren 1951 in Tel Aviv. Aufgewachsen in einem Kibbuz in Israel, übersiedelte er 1973 nach Schweden. Zunächst studierte dort er am Fylkingen Institut für Neue Musik, 1977/78 Musikwissenschaft an der Universität in Stockholm und von 1978 bis 1983 Komposition an der Musikakademie in Stockholm bei Gunnar Bucht, Sven-David Sandström und Brian Ferneyhough.

Dror Feiler gilt als einer von Schwedens führenden Komponisten und Improvisationsmusikern. Als Musiker und Komponist erhielt er Aufträge einiger der wichtigsten europäischen Orchester, Festivals und Ensembles, darunter das Stockholm New Music Festival, die Donaueschinger Musiktage, das Huddersfiled Contemporary Music Festival und Wien Modern.

Seit Mitte der 70er Jahre trat Feiler mit seinen eigenen Improvisationsgruppen Lokomotiv konkret und The too much too soon Orchestra und mit anderen Gruppen u.a. als Saxophon-Solist in zahl-reichen Ländern auf.

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Ferneyhough, Brian (Komposition)

Geboren 1943 in Coventry/Großbritannien. Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der School of Music in Birmingham und an der Royal Academy of Music in London sowie ab 1968 bei Ton de Leeuw in Amsterdam und bei Klaus Huber am Konservatorium in Basel. 2000 wurde er Fakultätsmitglied an der Stanford University und bald darauf zum William H. Bonsall Professor in Music ernannt. Im Jahr 2007 erhielt Ferneyhough den Erst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk. Der Name Brian Ferneyhough ist untrennbar verbunden mit dem Begriff „Neue Komplexität". Seine Kompositionen stellen an die Interpreten die höchsten spieltechnischen Anforderungen. Neben seiner herausragenden Bedeutung als Komponist zählt Ferneyhough vor allem aber zu den wichtigsten Kompositionslehrern seiner Generation. Er unterrichtete Komposition an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau, an der Civica Scuola di Musica in Mailand, am Königlichen Konservatorium Den Haag sowie an der University of California in San Diego.
Bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt ist Ferneyhough seit 1976 regelmäßig als Dozent zu Gast, zuletzt 2014.

Brian Ferneyhough in Darmstadt 2012, Foto: Daniel Pufe

Filidei, Francesco (Komposition)

Born in Pisa in 1973, Francesco Filidei graduated from the Conservatory of Florence and the Paris Conservatoire. As organist and composer, he has been invited by the most important festivals of contemporary music.
After obtaining a commission from the IRCAM Reading Committee in 2005, he was awarded the Salzburg Music Förderpreisträger (2006), the Takefu Prize (2007), the Siemens Förderpreisträger (2009), the UNESCO Picasso / Miró Medal of the Rostrum of Composers (2011), the Abbiati Prize (2015). He was composer-in-residence at the Schloss Solitude Academy in 2005, member of the Casa de Velázquez in 2006 and 2007 and resident at the Villa Medici in 2012-13. He is a fellow of the DAAD Berlin and composer-in-residence at 2e2m in 2015. He has taught composition at Royaumont (“Voix Nouvelles”), the University of Iowa, Takefu, the International Young Composers Academy in Tchaikovsky City, and at Barga inaudita. His works are published by Rai Trade.

Frank, Patrick (Visiting Composer)

Geboren 1975 in Rio de Janeiro/Brasilien. Klavier-, Musiktheorie-, Kompositionsstudium an der ZHdK in Zürich. Studium der Kulturwissenschaften, Philosophie und Soziologie an der Universität Luzern. Er realisierte verschiedene Kunstprojekte, darunter SEIN/NICHTS (WorldNewMusic Days04, Zürich 2003), Konzert-Installation Limina (IGNM, Basel 2006), Projekt Limina (Europäischen Zentrum der Künste Hellerau, Dresden 2007), wir sind aussergewöhnlich I–III (Sophiensaele Berlin, Gessnerallee Zürich, Festival Tonlagen, Dresden 2013-14), Freiheit – die eutopische Gesellschaft I–III (Donaueschinger Musiktage 2015, Gessnerallee Zürich, Genf 2015/16).

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Furrer, Beat (Visiting Composer)

Geboren 1954 in Schaffhausen/Schweiz. Erhielt an der dortigen Musikschule seine erste Ausbildung (Klavier). Nach seiner Übersiedlung nach Wien im Jahr 1975 studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Dirigieren bei Otmar Suitner sowie Komposition bei Roman Haubenstock Ramati. Im Jahr 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der Wiener Staatsoper schrieb er seine erste Oper Die Blinden, seine zweite Oper Narcissus wurde 1994 beim steirischen herbst an der Oper Graz uraufgeführt.

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Hagen, Lars Petter (Visiting Composer)

Geboren 1975 in Ski in der Nähe von Oslo/Norwegen. 1995-2000 studierte er Komposition an der Norwegian State Academy of Music bei Rolf Wallin und Asbjørn Schaathun. Außerdem nahm er an Kursen und Meisterklassen von Brian Ferneyhough, Salvatore Sciarrino, Gerald Bennett und Jonathan Harvey teil.
Sein Werkverzeichnis umfasst Instrumentalmusik, aber auch elektroakustische Kompositionen sowie Bühnen- und Filmmusik. Zudem entwarf er Klanginstallationen im Astrup Fearnley Museum, im Osloer Hauptbahnhof während des Music Under Oslo Festival, im Edvard Munch Haus in Warnemünde und an der Frankfurt University in Rostrum.

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Lars Hagen Petter, Foto: Ellen Lande Gossner

Website Lars Petter Hagen

Helbich, David (Performance & Komposition)

1973 in Berlin geboren, studierte Komposition und Philosophie in Amsterdam und Freiburg. Seit 2002 arbeitet und lebt er in Brüssel. Er kreierte experimentelle Werke für die Bühne, Print- und Online- Medien und den Öffentlichen Raum. Sein Schaffen bewegt sich zwischen repräsentativen und interaktiven Arbeiten, werkhaften Stücken und Interventionen, zwischen konzeptuellen Werken und Aktionen. Sein beständiges Interesse ist das Publikum als aktive Individuen zu begreifen sowie der Suche nach einer Erweiterung der Erfahrung in künstlerisch begrenzten Räumen. Bei den diesjährigen Ferienkursen wird er unter anderem – wie bereits 2014 – zusammen mit Jennifer Walshe einen Workshop für Composer-Performer leiten.

David Helbich Foto: Katja Dreyer
Website David Helbich

Iddon, Martin (Komposition)

Geboren 1975 in Manchester/ GB. Iddon ist Komponist und Musikwissenschaftler. Seine Musik wurde in Nordamerika, Europa und Australasia von Musikern wie Ensemble SurPlus, Distractfold, Ensemble Interface, ekmeles, dem Kairos Quartett, Heather Roche, Eva Zöllner,  Rei Nakamura u.a. aufgeführt und ist von Radio- und Fernsehstation gesendet worden. 2014 erschien die CD pneuma. Sein Steichtrio, Danaë, wurde in der Kategorie Kammermusik mit dem British Composer Awards 2014 ausgezeichnet.


Seit 2012 ist Martin Iddon Professor für Musik und Ästhetik an der University of Leeds (GB). Seine Bücher "New Music at Darmstadt" und "John Cage and David Tudor" sind im Verlag Cambridge University Press erhältlich. Seine Musik erscheint im Verlag Composers Edition.

Lang, Klaus (Komposition)

Geboren 1971 in Graz/Österreich, lebt in Steirisch Lassnitz (Österreich). Er studierte Komposition und Musiktheorie (bei H. M. Preßl, B. Furrer and Y. Pagh-Paan) und Orgel. Klaus Lang liebt Tee. Was er nicht mag, sind Rasenmäher und Richard Wagner. Musik wird von Klaus Lang nicht als Mittel gebraucht, um außermusikalische Inhalte zu transportieren, seien es Affekte, philosophische oder religiöse Ideen, politische Programme, Werbeslogans etc. Musik ist für ihn keine Sprache, die der Kommunikation außermusikalischer Inhalte dient, sie ist ein freies, für sich stehendes akustisches Objekt. 

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Newski, Sergej (Visiting Composer)

Geboren 1972 in Moskau/Russland. Besuchte dort das College am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium. Anschließend studierte er Komposition bei Jörg Herchet (Hochschule für Musik in Dresden) und Friedrich Goldmann (Universität der Künste Berlin) sowie Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt (Universität der Künste Berlin).
Seit 1994 wird Sergej Newskis Musik bei den wichtigsten internationalen Festivals für Neue Musik aufgeführt, darunter die Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Musica Viva, Warsaw Autumn, ECLAT, Gaudeamus Muziekweek, MaerzMusik, Ultraschall und Klangspuren Schwaz.
Er erhielt Kompositionsaufträge u. a. von der Staatsoper Unter den Linden, dem Konzerthaus Berlin, der Ruhrtriennale, dem SWR, von Deutschlandradio, dem Klangforum Wien und dem Norwegischen Kultusministerium. Im September 2012 wurde seine Oper „Franziskus“ am Bolschoi Theater in Moskau unter der Leitung von Philipp Chizhevsky uraufgeführt.

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Reynolds, Roger (Komposition)

Geboren 1934 in Detroit/USA. Komponist, Autor, Produzent und Mentor. Ein Pionier in Klangverräumlichung, intermedialen ebenso wie algorithmischen Konzepten. Von der Kritik mit einem ungewöhnlich breit gefächerten und visionären kompositorischen Profil ausgezeichnet, jemand, der verschiedenste Fähigkeiten und Perspektiven zusammenbringt. Er ist ein anerkannter Autor über die eigene sowie Musik anderer Komponisten, über kompositorische Methoden und Ideale, und er war seit Jahrzehnten eine leitende Kraft in der Entwicklung des Graduiertenprogramms in Musik an der UCSD. Er hat verschiedene Events organisiert, darunter ONCE (Ann Arbor), A Colloquium on Form and Time (IRCAM/Paris), CROSS TALK (Tokio), Horizons ’84 (New York), The Pacific Ring, und Xenakis@UCSD festivals (San Diego).

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Ronchetti, Lucia (Komposition)

Geboren 1963 in Rom/Italien. Sie studierte Komposition an der Accademia di Santa Cecilia und Philosophie an der Universität in ihrer Heimatstadt. In Paris besuchte sie Kompositionsseminare bei Gerard Grisey, nahm an einem Kurs des IRCAM (1997) teil und promovierte 1999 in Musikwissenschaft an der Ecole Pratique des Hautes Etudes an der Sorbonne unter der Leitung von François Lesure. 2005 folgte sie als Gastprofessorin (Fulbright fellow) der Einladung von Tristan Murail ans Department für Musik der Columbia University in New York. Lucia Ronchetti erhielt zahlreiche Stipendien und war Composer in Residence unter anderem in Yaddo, New York, dem DAAD Berlin, der Staatsoper Stuttgart, MacDowell Colony, Peterborough, NH (USA) und der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart. Von 2012 bis 2015 ist Lucia Ronchetti von der Dresdner Semperoper mit der Komposition eines Musiktheaterwerks beauftragt worden: Contrascena, Sub-Plot, Mise en abyme – und für eine Oper für das Nationaltheater Mannheim mit einem Libretto von Ermanno Cavazzoni.

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Lucia Ronchetti, Foto: Stefano Corso
Website Lucia Ronchetti

Sánchez-Chiong, Jorge (Komposition)

Geboren 1969 in Caracas/Venezuela, kubanisch-chinesischer Herkunft. Studierte in Wien bei Francis Burt und Michael Jarrell. Sánchez-Chiong ist Mitglied des NewTonEnsembles und Mitbegründer der Komponistengruppe „Gegenklang". Seine Werke, die an der Lebendigkeit und Spontaneität einer Improvisation ansetzen, sprengen häufig den Rahmen der Konzertmusik und setzen sich im Bereich des experimentellen Theaters, der Videokunst, Tanz und Elektronik fort. Schwerpunkt seines Schaffens ist die enge Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Sparten und Stilrichtungen, darunter Joke Lanz, Christian Weber oder Michaela Grill. Er selbst arbeitet auch als Turntablist in etlichen Formationen der freien Improvisationsszene. 

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Jorge Sánchez-Chiong 2010 in Darmstadt, Foto: Jens Steingässer
Website Jorge Sánchez-Chiong

Sarhan, François (Visiting Composer)

Born 1972. French composer, writer and stage director. He studied with Brian Ferneyhough and Jonathan Harvey. His works have been presented at international festivals, including Musica, Donaueschingen, Wittener Tage, Ars Musica, Holland Festival, Maerzmusik, Eclat, Festival d'Art lyrique d'Aix en Provence and others. He is noted for creating his own music-theatre and multimedia works in which he himself often performs. He collaborated with South African artist William Kentridge on Telegrams from the Nose, which was presented more than 30 times. He has directed his own
work since 2008, including video and texts. He recently opened his first exhibition in Paris, initiating a new aspect of his art, with videos, collages and artist books. Sarhan taught at IRCAM between 1998 and 2002, at the Marc Bloch University in Strasbourg from 1999 to 2004, and at the UdK Berlin since 2013. He wrote a History of Music (published in 2002 by Flammarion, Paris), and is the initiator of the artistic collective CRWTII, which has created and performed multimedia projects since 2000.

Saunders, Rebecca (Visiting Composer)

Geboren 1967 in London. Sie studierte Komposition bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe sowie bei Nigel Osborne an der Universität Edinburgh. Rebecca Saunders lebt in Berlin.
Skulpturellen Eigenschaften von organisierten Klangereignissen stehen zunehmend im Mittelpunkt ihrer kompositorischen Arbeit. Mit chroma (2003–2013) entstanden 19 verschiedene Collagen für 24 räumlich verteilte Kammermusikgruppen und Klangquellen. insideout entstand zu einer choreografischen Installation in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz und war Saunders’ erstes Bühnenwerk. Auch die Kompositionen Stirrings Still I und II, Stirrings oder murmurs sind leise und zerbrechliche Collagewerke. Die jüngste Raumcollage, Stasis, besteht aus 23 Modulen für 16 Solisten und erweitert die komplexen Collagenstrukturen auf einen Zeitraum von einer Stunde. Architektonische Gegebenheiten bestimmen dabei die Aufstellungen der verschiedenen Kammermusikgruppen im Raum, die ebenso wie die Solisten als Darsteller in einer Art instrumentalem Theater fungieren.

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Rebecca Saunders, Foto: Karin Schander
Rebecca Saunders @ Edition Peters

Seidl, Hannes (Visiting Composer)

1977 in Bremen geboren. Von 1998 bis 2003 studierte er Komposition bei Nicolaus A. Huber und Thomas Neuhaus an der Folkwang-Hochschule Essen. Es folgte ein Postgraduiertenstudium bei Beat Furrer an der Universität der Künste Graz im Rahmen eines DAAD Stipendiums. Arbeiten entstanden u. a. am IRCAM (Paris), im Centro di Sonologia computazionale (Padova), im ZKM (Karlsruhe), im ICEM (Essen), im elektronischen Studio der AdK (Berlin) und im IEM (Graz). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war u. a. Stipendienpreisträger der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Stipendiat der Akademie der Künste Berlin und des DAAD. Er war Preisträger des Wettbewerbs Impulse 2005 und des Kompositionswettbewerbes des Bremer Landesmusikrates 2006.

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Steen-Andersen, Simon (Komposition)

Geboren 1976 in Odder/Dänemark. Studierte Komposition bei Karl Aage Rasmussen in Århus, Mathias Spahlinger in Freiburg, Gabriel Valverde in Buenos Aires, sowie Bent Sørensen und Hans Abrahamsen in Kopenhagen. Er erhielt zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen, zuletzt den Kunstpreis Musik der Akademie der Künste Berlin 2013, und Kompositionsaufträge von international bedeutenden Festivals und Ensembles. 2010 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Er lehrt an der Königlichen Musikakademie in Århus und ist Mitherausgeber der dänischen Zeitschrift Autograf.org. 2013/14 war er Gastprofessor an der Norwegian Academy of Music in Oslo.

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Takasugi, Steven Kazuo (Komposition)

Geboren 1960 in Los Angeles/USA. Steven Kazuo Takasugi, geboren 1960 in Los Angeles, tritt als Komponist elektro-akustischer Musik in Erscheinung. Diese kompositorische Arbeit beinhaltet das Sammeln und Archivieren akustischer Tonbeispiele in großen Datenbanken. Jedes der dort archivierten Tonfragmente lässt sich wiederum unterteilen, woraus sich eine Fülle an Einzelfragmenten ergibt. Dieses Archiv entstand in einem jahrzehntelangen Prozess des Forschens und Experimentierens im privaten Klanglabor des Komponisten. Ganz im Gegensatz zu diesem sich auf fixe Datenträger stützenden Projekt wird in einem weiteren Projekt der Miteinbezug von Livekünstlern gewagt (dieses Projekt figuriert unter dem Titel Wenn die Menschen zurückkommen…) Die hier entfaltete Beziehung zwischen Mensch und Technologie erschafft eine oft seltsame Verdopplung von live gespieltem und aufgenommenem Material.

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Walshe, Jennifer (Performance & Komposition)

Geboren 1974 in Dublin/Irland. Sie studierte Komposition bei John Maxwell Geddes an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, Kevin Volans in Dublin und promovierte 2002 an der Northwestern University, Chicago bei Amnon Wolman und Michael Pisaro. Jennifer Walshe erhielt 2000 den Kranichsteiner Musikpreis bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, war Gast der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, des DAAD Berliner Künstlerprogramms und der Fondazione Claudio Buziol. Außerdem war sie Composer-in-residence in South Dublin County beim In Context 3 und erhielt Preise der Foundation for Contemporary Arts, New York und des Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Derzeit ist sie Musiklektorin an der Brunel University, London.

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Jennifer Walshe performt 2012 in Darmstadt, Foto: Stefan Daub

Website Jennifer Walshe