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geboren 1956 in Lugano/Schweiz, studierte Klarinette in Basel und Bassklarinette in Amsterdam. Seine rege Konzerttätigkeit als Kammermusiker und Solist führen ihn zu den wichtigsten Festivals in ganz Europa, u. a. zum Festival d’Automne Paris, den Salzburger Festspielen, zum Lucerne Festival und zu Wien Modern. Neben der Interpretation klassischer, romantischer und zeitgenössischer Werke beschäftigt sich Ernesto Molinari mit Jazz und Improvisation. Zahlreiche Werke, die für ihn komponiert wurden, hat er zur Uraufführung gebracht. Rundfunk- und CD-Aufnahmen u. a. mit Werken von Arnold Schönberg, Brian Ferneyhough, Jean Barraqué, Michael Jarrell und Emanuel Nunes begleiten seine Konzerttätigkeit. Ernesto Molinari war von 1994-2005 Mitglied des Klangforum Wien. Er lebt heute in Bern und hat an der dortigen Hochschule der Künste einen Lehrauftrag inne. Seit 2000 ist Molinari Dozent bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt.
Ernesto Molinari hat folgende Schwerpunkte für seinen Darmstädter Kurs formuliert:
Workshop für KlarinettistInnen: Zentrale Komposition wird La chute d’Icare von Brian Ferneyhough sein, die Ernesto Molinari auch im Rahmen der Ferienkurse mit dem Ensemble Dal niente aufführen wird. La chute d’Icare lädt dazu ein, Themen wie Mikrotonalität, Komplexität, Virtuosität und andere mehr vertiefend zu diskutieren.
Thema Flexibilität: Molinari wird anhand einer historisch nachgebauten Klarinette (um 1700), die nur über zwei Klappen verfügt und auf 415 Hertz gestimmt ist, demonstrieren, wie man alte Griffweisen und Ansatztechniken gewinnbringend für zeitgenössische Techniken auf modernen Instrumenten nutzen kann.
Workshop für KomponistInnen und Interessierte: Dialoge zwischen Uli Fussenegger (Kontrabass) und Ernesto Molinari (Kontrabassklarinette). Ernesto Molinari und Uli Fussenegger planen, aus dem Pool der KomponistInnen einige ansprechen, für die Instrumentenkombination Klarinette und Kontrabaß ein kurzes Werk zu komponieren. Die Dialoge könnten dann unter anderem zu öffentlichen Probearbeiten genutzt werden. Ein Schlussdialog in konzertanter Form mit ausgewählten Kompositionen, gemischt mit Improvisationen, würde den Abschluss bilden.
Improvisationsworkshop für alle Interessierten: Basierend auf – grafischen Konzepten – Konzepten mit Texten – freien Konzepten
Solo-Repertoire-Empfehlungen für die TeilnehmerInnen des Klarinetten-Workshops: Brian Ferneyhough: La chute d’Icare und Time and Motion Study I Helmut Lachenmann: Dal niente und Accanto Gérard Grisey: Charme und Anubis-Nout Heinz Holliger: Contrechant und Rechant Franco Donatoni: Soft und Ombra Wolfgang Rihm: Vier Male Johannes Maria Staud: Black Moon Isang Yun: Monolog Salvatore Sciarrino: Let me die before I wake Georges Aperghis: Simulacre IV
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