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Spätestens als Edgard Varèse 1950 seine Vorlesung „Die Klangwelt der elektronischen Musik“ und Robert Beyer und Werner Meyer-Eppler dazu korrespondierend gesonderte Studioveranstaltungen abhielten, war das Thema „Elektronische Musik“ oder weiter gefasst „Musik und Technik“ in Darmstadt gesetzt. Seit dieser Anfangszeit der Ferienkurse ist sowohl im praktischen Sinn wie auch in theroretischen Überlegungen elektronische und/oder elektroakustische Klangerzeugung reflektiert worden. Trotz der Tatsache, dass während zweier Kurswochen ohne ein fest installiertes Elektronisches Studio Zeit und Rahmen begrenzt waren, hat sich dieses Thema doch in wechselnder Intensität über die Jahrzehnte gehalten, auch weil Darmstadt seit jeher der Ort für aktuellste Tendenzen in der Neuen Musik war und ist.
Seit 2010 rückt das Thema mit dem „Atelier Elektronik“ vom vermeintlichen Rand ins Zentrum der Ferienkurse, nicht zuletzt, weil die Arbeit mit elektronischer Klangerzeugung oder die Implementierung und Nutzung von elektronischen Devices zum selbstverständlichen Besteck der kompositorischen Metiers gehören.
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Dozenten 2012
Shintaro Imai
Matmos
Germán Toro-Pérez
Hildegard WesterkampFrank BretschneiderMarkus Popp OVAL
Links
Oval Workshop
Imai Workshop
Matmos Workshop
Bretschneider Workshop
Westerkamp Workshop
The Global Composition
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Im Vergleich zu den letzten Kursen sind einige marginale Änderungen vorgenommen worden, darunter kürzere Residenzen der eingeladenen Künstler im Verbund mit einer noch größeren ästhetischen Bandbreite. Gleich geblieben sind die Arbeitsformen in offenen Ateliers sowie die Zusammenarbeit mit dem 603qm als abendlicher Präsentations- und Performanceort. Das ICST Institute for Computer Music and Sound Technology der Züricher Hochschule der Künste unter der Leitung von Germán Toro-Pérez ist als Studio-in-Residence eingeladen und wird in der Mensa der Lichtenberg-Schule für den gesamten Ferienkurs-Zeitraum sein „Studio“ installieren, in dem die KursteilnehmerInnen praktisch arbeiten können, in dem aber auch unterschiedliche Präsentationen von Vertretern des ICST stattfinden werden (u. a. zur Theorie von Ambiosonics oder den Forschungsprojekten Disembodied Voice, Choreographer und Musical Gesture). Zu den eingeladenen Künstlern, die jeweils für kürzere Zeiteinheiten (drei bis vier Tage) Gäste im Atelier Elektronik sind, zählen Shintaro Imai (Japan), Matmos (Drew Daniel und M. C. Schmidt; USA), Hildegard Westerkamp (Deutschland/Kanada) und Bill Fontana (USA). Hildegard Westerkamp und Bill Fontana sind zugleich Referenten der internationalen Konferenz „The Global Composition“, die Sabine Breitsameter am letzten Ferienkurs-Wochenende auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt ausrichtet. Alle Ferienkurs-TeilnehmerInnen können kostenlos an der Konferenz teilnehmen.
Das ICST Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste wird 2012 bei den Ferienkursen das Elektronische Studio-in-Residence sein und dabei eine Laborumgebung für Komposition und Aufführungspraxis mit elektroakustischen Mitteln einrichten, im Rahmen derer KomponistInnen auch in Zusammenarbeit mit InstrumentalistInnen Arbeiten entwickeln und realisieren können. Im Laufe der zwei Kurswochen werden zudem auch verschiedene Workshops angeboten, bei denen Inhalte und Werkzeuge aus künstlerischen Forschungsprojekten des ICST thematisiert werden. Ebenso möglich soll die Realisierung von Werken aus dem Repertoire für Instrumente und Elektronik in Zusammenarbeit mit anderen Kurs-Dozenten werden.
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