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Mit ENSEMBLE 2010 steht bei den diesjährigen Ferienkursen ein modular gedachtes und nach verschiedenen Seiten durchlässiges Projekt im Zentrum. Es versucht, den Gegebenheiten der Praxis im Bereich der Neuen Musik in besonderer Weise Rechnung zu tragen und bietet erstmalig auf breiter Basis Ausbildungsinhalte an, die auf die Arbeit von und mit Ensembles für Neue Musik zugeschnitten sind. Neben den auch weiterhin bestehenden Kompositions- und Interpretationsklassen bei den Ferienkursen verfolgt das Projekt ENSEMBLE 2010 einen integralen Ansatz, bei dem Fragen der Interpretation, Technik, Ästhetik, Aufführungspraxis usw. zusammenfließen und von unterschiedlichen Beteiligten (Musikern, Komponisten, Dirigenten, Mentoren) reflektiert und umgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass die Ergebnisse in Konzerten präsentiert werden.
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Call for Scores - Reading Sessions
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Call for Scores ENSEMBLE 2010
-abgelaufen-
Dozenten 2010
Pablo Rus Broseta, Assistenz François Deppe, Assistenz
Lucas Vis, Gesamtleitung
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Elektronik in ihren verschiedenen Spielformen hat bei den Darmstädter Ferienkursen immer wieder ihren Platz gehabt. 2010 soll das Thema in Form von verschiedenen Präsentationsangeboten möglichst kontrovers und ästhetisch vielgestaltig diskutiert werden. Dabei werden auch Erfahrungen aus nicht-akademischen Bereichen der elektronischen Musik – etwa durch Christian Fennesz und Francisco López – ebenso eine Rolle spielen wie die Wiederbegegnung mit wichtigen Darmstädter Positionen der frühen Jahre (Luciano Berio, Pierre Henry, Pierre Schaeffer, Hermann Heiß u. a.). Aktuelle Arbeiten könnten dabei durchaus mit einem diskursiven Rückblick verbunden werden. Bei den Ferienkursen werden verschiedene Protagonisten der elektronischen Musik eigene Ateliers gestalten: Orm Finnendahl wird einen Workshop ausrichten, an dem sieben Komponisten sowie ebenso viele Interpreten teilnehmen. Das Projekt ist bereits durch einen Call ausgeschrieben gewesen, um so einen zweischrittigen Projekt- und Arbeitsvorlauf (Meetings im Oktober 2009 und im Frühjahr 2010 an der Freiburger Musikhochschule) gewährleisten zu können. Von Seiten der diesjährigen Instrumentaldozenten werden Uli Fussenegger (Kontrabass), Marcus Weiss (Saxofon) und Christian Dierstein (Percussion) an diesem Atelier teilnehmen.
Die sieben für das Projekt mit Orm Finnendahl ausgewählten KomponistInnen sind: Thomas Amann (Österreich), Jesse Broekman (Niederlande), Hyun-Hwa Cho (Südkorea), Eric Maestri (Italien), João Pais (Portugal), Stefan Prins (Belgien) und Alexander Schubert (Deutschland). Die ersten beiden Arbeitsphasen haben bereits in Freiburg stattgefunden.
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Dozenten 2010
Mark Andre, Visiting Composer
Ludger Brümmer
Christian Fennesz
Orm Finnendahl
Björn Gottstein
Francisco López Franz Martin Olbrisch Manos Tsangaris, Visiting Composer
Projektbeschreibungen
Hochschule für Musik Dresden
ZKM Karlsruhe
Das Atelier Elektronik wird unterstützt von Merck

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Das Projekt „Open Space“ implementiert ein neues Format in die Darmstädter Ferienkurse, das neben den gängigen Lehrmodellen (Lehrende-Lernende) Raum für alternative Prozesse des Wissenstransfers eröffnet. Konzipiert als autonomer Raum und komplementäres Element zum traditionellen Lehrbetrieb, basiert dieses Format auf Prinzipien wie Selbstorganisation, Selbstmotivation, Peer-to-Peer-Netzwerken und Open Source-Praktiken, also auf Prinzipien, die auf der Selbstermächtigung des/der Einzelnen basieren. „Open Space“ soll dem offenen, ungeregelten, selbstorganisierten Austausch von Wissen dienen, informelle Situationen des Erfahrungs-Transfers schaffen und die Möglichkeit für spontane Aktivitäten bieten.
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Dozenten 2010
Berno Odo Polzer
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Wie sprechen wir über Musik? Und warum ist es überhaupt sinnvoll, über Musik zu reden, anstatt sie einfach nur zu hören. Aus der Musikkritik der Liebhaber des 18. Jahrhunderts ist längst ein Berufsbild eigenen Rechts geworden. Heute verfassen Musikwissenschaftler und -journalisten Radiofeatures und wissenschaftliche Essays, CD-Booklets und Programmhefttexte. Die Schreibwerkstatt der Darmstädter Ferienkurse vermittelt die Grundlagen des Schreibens über Musik. Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit; die Schreibwerktstatt begleitet das Programm der diesjährigen Ferienkurse mit Kritiken, Porträts, Reportagen und Podcasts. Die Schreibwerkstatt bietet außerdem Ausflüge zum Hessischen Rundfunk an, mit der Möglichkeit, dort eigene Beiträge unter professionellen Bedingungen zu produzieren. Den Teilnehmern wird so ein Einblick in die verschiedenen Bereiche des Musikjournalismus gewährt.
Den Teilnehmern wird so ein Einblick in die verschiedenen Bereiche des Musikjournalismus gewährt.
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Dozenten 2010
Björn GottsteinFrank HilbergStefan Fricke
Die Schreibwerkstatt wird unterstützt von der FAZIT-STIFTUNG

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(In memoriam Heinz-Klaus Metzger 1932-2009) Rück-Vorblicke im Gespräch
Moderation: Stefan Fricke
Der intensive Austausch von Ideen und Informationen, die auch kontroverse Reflexion über ästhetische und methodische Kompositionskonzepte sowie die stetige (Neu-) Bestimmung dessen, was Musik war und ist und sein kann – seit Bestehen der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, seit 1946 prägen diese Koordinaten die regelmäßigen Darmstädter Zusammentreffen. Viele der hier, teils zum ersten Mal vorgestellten Musik-Modelle haben längst Geschichte geschrieben, andere sind mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Diese Phänomene aus historischer Perspektive neu aufzudecken, ihre (eventuellen) Potentiale für die Gegenwart und Zukunft freizulegen – das ist die Grundspur der Konstellationen. |
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Research |
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Als Wolfgang Steinecke (1910-1961) im Herbst 1946 zum ersten Mal Kurse für internationale neue Musik im Jagdschloss Kranichstein veranstaltete – aus denen im Folgejahr das gleich-namige Internationale Musikinstitut hervorging –, waren weder sein Begriff von „Neuer Musik“ klar zu umreißen noch die historische Dynamik und geografische Reichweite dieser Idee zu erahnen. Sowohl die Gründung eines Internationalen Musikinstituts war durch Josef Rufer und Paul Höffer zur selben Zeit in Berlin bereits vorweggenommen worden, als auch die Organisation von Sommerkursen ein schon etabliertes Format zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses (im NS-Staat zuletzt die Veranstaltungen des Deutschen Musikinstituts für Ausländer).
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Michael Custodis
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Der 2008 von Harry und Alice Eiler erstmals ins Leben gerufene Staubach Preis wurde für die 45. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt 2010 in fünf Staubach Honoraria umgewandelt und finanziell deutlich aufgestockt. Die Bewerbungsfrist für diese Stipendien war der 1. November 2009.
Die dreiköpfige Jury für die fünf Staubach Honoraria bestehend aus Hans Thomalla, Martin Iddon und Thomas Schäfer traf ihre Entscheidung im November 2009. Die fünf – mit diesem durch die Harry and Alice Eiler Foundation gestifteten Stipendium versehenen – Komponistinnen und Komponisten sind: Stefan Prins (Belgien), Aaron Einbond (USA), Malin Bång (Schweden), Evan Gardner (USA/Norwegen) und Mauricio Pauly (Costa Rica). Neben der Einladung zu den Internationalen Ferienkursen 2010 wird jede/r ein neues Werk für eines der zu den Kursen eingeladenen jungen Ensembles schreiben. Dabei hat das IMD folgende Paarungen initiiert: Stefan Prins komponiert ein neues Werk für das Ensemble Nikel (Israel), Aaron Einbond wird mit dem Ensemle Cairn (Frankreich) zusammenarbeiten, Malin Bång schreibt für Nadar (Belgien), Evan Gardner für das Jack Quartet (USA) und Mauricio Pauly übernimmt die Aufgabe, ein neues Stück für Asamisimasa (Norwegen) zu komponieren.
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| Vom 8. bis 15. Juni 2010 findet im Schweizerischen Blonay zum dritten Mal die Blonay Summer School für zeitgenössisches Streichquartettschaffen – eine Initiative der Pro-Bio Foundation von Leo und Regina Hepner (London) – statt. Nach Helmut Lachenmann (2006) und Wolfgang Rihm (2008) wird die Blonay Summer School 2010 von Brian Ferneyhough gecoacht. Ensemble-in-Residence ist wie in den Jahren zuvor das Arditti String Quartet. Das Internationale Musikinstitut Darmstadt fungiert bei diesem Projekt als Kooperationspartner, indem die während der Summer School von den Komponisten, Brian Ferneyhough und dem Arditti Quartett gemeinsam erarbeiteten und geprobten Stücke im Rahmen der 45. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt am 19. Juli 2010 zur Uraufführung gelangen. |
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Brian Ferneyhough
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